Einfach, schnell und immer verfügbar – die Immobiliensuche im Internet
21. Januar 2011 in Möbelhausnews | Kommentar schreiben
Im Zeitalter des Web 2.0 hat die Immobiliensuche im Internet die klassische Zeitungsanzeige nahezu abgelöst. Viele Verlage unterhalten mittlerweile eigene Netz-Portale, um den Anschluss an den Markt nicht zu verlieren. Immerhin stellen inzwischen knapp 97 Prozent der gewerblichen Anbieter ihre Immobilien ins Internet und schaffen somit einen nicht zu unterschätzenden Markt. Eine Netzanzeige generiert bis zu zehn Mal mehr Reaktionen als das klassische Zeitungsinserat. Große Anbieter wie immobilo.de kommen nach eigenen Angaben auf mehrere Millionen Klicks pro Monat. Diese Entwicklung hat viele Gründe.
1. Die Suche ist kostenlos
Während die Makler für das Einstellen der Exposés einen bestimmten Betrag an die Portale zahlen, ist die Suche für Wohnungsinteressenten vollkommen kostenlos. Die Nutzer können so oft und so lange sie wollen nach Wohnungen stöbern; auch für zusätzliche Services wie Suchabonnements, die per E-Mail über neue Angebote informieren, entstehen keine Kosten.
2. Die Suche im Internet ist einfacher
Tag und Nacht verfügbar, über die Suchmaschine zu finden – gerade wer bestimmte Anforderungen an eine Immobilie hat, wird im Internet schneller fündig als in der Tageszeitung, wo der Immobilienteil noch immer nur an bestimmten Tagen erscheint. Internetportale bieten zudem Suchmasken, die unpassende Angebote ausschließen. Berücksichtigt werden nicht nur die gewünschte Größe und der Preis, den der Suchende maximal bezahlen will. Auch die erträumte Ausstattung – Balkon oder Terrasse, Tageslichtbad, Dachgeschosswohnung – lässt sich festlegen. So erscheinen passgenaue Angebote nach wenigen Sekunden auf dem Bildschirm. Das lange Wühlen durch Seiten voller Kleinanzeigen entfällt.
3. Im Internet gibt es mehr Informationen
Nur noch jeder fünfte Nutzer geht analog ins Internet. Seitdem Breitband-Anschlüsse mit schnellen Ladezeiten die Regel sind, gibt es auf den Internetportalen viele Möglichkeiten, die Immobilie ins beste Licht zu rücken. Nicht nur, dass ausführliche Beschreibungen das Kauderwelsch aus Abkürzungen in fünf Zeilen abgelöst haben, mittlerweile können Anbieter auch Fotos oder gar Videos hochladen. Auch ohne Besichtigung erkennt der Interessent sehr schnell, ob die angezeigte Wohnung seinen Vorlieben entspricht. Unnötige Vor-Ort-Termine entfallen.
So schalten Immobilienanbieter heute nur noch aus zwei Gründen Annoncen in der Zeitung: Zum Ersten, um ihr Internetangebot zu ergänzen, da immernoch viele Menschen eben doch in aller Ruhe ihre Wochenendausgabe der Lokalzeitung lesen. Zum Zweiten bleibt die Zeitung dann der einzige Weg, einen Mieter oder Käufer zu finden, wenn sich das Angebot an Senioren richtet. Zwei Drittel der deutschen Rentner haben noch nie im Internet gesurft.
